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Tunesien ist das östlichste der Maghreb-Länder, zu denen man Tunesien, Algerien und Marokko zählt.
Aus der Sicht des Orients sind das die Länder der im Westen untergehenden Sonne – daher der (arabische) Name „Maghreb“. Der orientalische Einfluss begann im 7. Jahrhundert mit der Eroberung des bis dahin römisch besetzten Gebietes durch die Araber.
Er setzte sich fort in der Zeit als Tunesien Provinz des osmanischen Reiches war (16. bis Mitte des 19. Jahrhunderts). Ihre Rundreise wird Sie anhand verschiedener Baudenkmäler mit allen historischen Phasen Tunesiens bekannt machen.
Tunesien ist mit einer Fläche von 163.610 Quadratkilometern etwa doppelt so groß wie Österreich und hat gut 10 Millionen Einwohner. Davon leben allein in der Hauptstadt Tunis etwa 2,4 Millionen Menschen.
Zwischen der Stadt und dem Mittelmeer liegt noch der vorgelagerte See von Tunis. Quer durch diesen See verläuft eine 10 km lange Schnellstraße, die die Innenstadt mit der Hafenstadt La Goulette verbindet. Diese Verbindung entstand während der französischen Kolonialzeit.
Der Einfluss Europas im 19. Jahrhundert ist auch für den auffälligen Kontrast zwischen der orientalischen Altstadt (Medina) und den neueren Stadtvierteln um die Medina herum verantwortlich. Eins davon werden Sie während Ihrer Rundreise kennen lernen.
Es ist ein Villenvorort im Westen von Tunis, in dem sich das Regierungsviertel Le Bardo befindet. Hier werden Sie das Bardo-Museum besuchen, das die weltweit bedeutendste Sammlung römischer Mosaiken besitzt. Sie ist so groß, dass sogar die Wegeflächen als Ausstellungsflächen benutzt werden.
In Karthago, der ehemaligen Hauptstadt der Phönizier und heute Vorort von Tunis, werden wir das archäologische Ausgrabungsgelände besuchen, das seit 1979 UNESCO Weltkulturerbe ist.
20 km nordöstlich von Tunis wird Ihre Rundreise in das Künstlerdorf Sidi Bou Said führen, in dem sich 1207 der sufistische Mystiker Abou Saïd Khalafa ben Yahia niedergelassen hatte.
In der Nähe der nördlichen Hafenstadt Bizerta befindet sich der 12.600 Hektar große Nationalpark Ichkeul, der mit seinem Feuchtgebiet um den Ichkeul-See ein wichtiger Haltepunkt für Zugvögel ist.
Nach diesem Besuch fahren wir weiter nach Utica, der ältesten phönizischen Stadt Nordafrikas.
Rundreisen in Tunesien bedeuten, dass Sie immer wieder auf steinerne Zeugen der Antike stoßen. Wie zum Beispiel in Dougga, das vor allem durch die Ruinen der antiken Stadt Thugga bekannt wurde. Überreste aus römischen Provinzzeiten – wie z.B. Forum, Thermen und Theater – sind auch in Bulla Regia zu besichtigen.
Bemerkenswert sind hier vor allem die ausgebauten Untergeschosse vieler Wohnhäuser zum Schutz vor der Sommerhitze.
Etwa 150 km südwestlich von Tunis wurde um 671 Kairouan von muslimischen Arabern gegründet. Die Stadt war im 11. Jahrhundert das wichtigste Zentrum islamischer Gelehrsamkeit.
Hier hat Ihre Rundreise die Hauptmoschee Sidi Oqba sowie die Barbier-Moschee auf dem Besuchsplan.
Die Tour in Richtung Süden führt zwischen Gafsa und Nefta nach Tozeur am nördlichen Rand des Salzsees Chott el Djerid. Lebensgrundlage der örtlichen Bevölkerung ist der Anbau von Datteln. Aber auch als Filmdrehort diente die Stadt mit ihrer Umgebung schon (Krieg der Sterne, Der englische Patient sowie Karl May-Verfilmungen des ZDF).
Am südlichen Ende des Chott el Djerid liegt Douz, das als das Tor zur Sahara betrachtet wird.
Wenn Ihre Rundreise wieder in Richtung Norden geht kommen wir am Höhlendorf Matmata und am Amphitheater El Djem vorbei – es war das drittgrößte des Römischen Reiches.
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