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Cinque Terre - Ligurische Küste mit Heideker Reisen


Schwäbischer Albverein, Ortsgruppe Eislingen

Sa. 09. bis Sa.16. April 2011

Bericht: Günter Funsch

Zur Wanderreise an die Ligurische Küste starteten am Samstag, 09. April, 37 Teilnehmer des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Eislingen.

Die Hinreise verlief über Bregenz, Rheintal, Chur, San Bernardino, Chiassio, Mailand, Genua und Rapallo nach Levanto, dem Ausgangsort für die Wanderungen. 

Am Sonntagmorgen zeigte uns Herr K., unser Busfahrer und gleichzeitiger Wanderführer, einige geschichtsträchtige Bauwerke von Levanto.

In der Altstadt sind noch viele Mauerwerke von Bauten aus der mittelalterlichen Zeit vorhanden, in der die Handelstätigkeit und die politische Rolle mit der Stadt Genua eng verbunden waren.

Auf einer Anhöhe steht die 1226 erbaute und im 15. Jahrhundert erweiterte Kirche S. Andrea.
Die gestreifte Fassade aus weißem Marmor und grünem Serpentin in ein gutes Beispiel der ligurischen Gotik.

Über dem Portal, dessen Lünette ein um 1400 datiertes Fresko aufweist, befindet sich eine elegante Rosette und seitlich davon zwei doppelbogige Fenster. Hinter der Basilika verläuft noch die mächtige Stadtmauer.

Weiter erhöht steht auf einem Hügel die im 12. Jahrhundert erbaute Burg.

Nach dieser kurzen Stadtbesichtigung stieg man auf einem Weg mit vielen Stufen, der sich noch als typische Wegführung dieser Küstenregion herausstellte, hinauf zum 313 m hohen Berg Punta del Mesco.

Von dort konnte trotz leichtem Dunst die ganze Cinque-Terre-Küste mit den Orten Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore eingesehen werden. Auf der Bergeshöhe del Mesco stehen Häuser einer Forschungs- und Wetterstation und die Ruine der Kirche S. Antonio aus dem 12. Jahrhundert.

Über einen steilen, treppenartig angelegten Weg stieg man wieder auf Meereshöhe hinab und erreichte Fegina, einen Ortsteil von Monterosso. Entlang der Küstenpromenade ging es weiter nach Monterosso.

Etwas erhöht im Ort besichtige man die Kirche S. Francesco des Kapuzinerklosters. In der Kirche befindet sich ein Kreuzigungsbild, welches dem niederländischen Maler Antonius van Dyck zugeschrieben wird.

In der Altstadt hat die Kirche S. Giovanni Batista ebenfalls wie in Levanto und anderen eine schwarz-weiß gestreifte Fassade mit einem fein gemeißelten Rosettenfenster. Die Wanderer verweilten anschließend in den engen Gassen mit ihren vielen Bars und Souvenirläden.

Mit dem Zug fuhr man durch einen langen Tunnel in fünf Minuten zurück nach Levanto. Entlang der Küste verkehrt wegen der engen Platzverhältnisse nur die Bahn. Breite Straßen verlaufen nur im oberen Bereich der Steilküste, wobei Bergrücken mit Tunnels durchquert und Taleinschnitte mit Brücken überquert werden.

Am nächsten Tag brachte die Bahn die Wanderer zur Station Corniglia. Das Dorf Corniglia liegt nicht direkt am Meer, sondern auf einem Felsen gut 80 m über dem Meer.

Von der Bahnstation führt ein Treppenweg steil zum Ort hinauf. Von hier aus stieg man durch Weinbergterrassen und Olivenhaine zum 335 m hohen Dorf Volastra hinauf. Die schon im 12. Jahrhundert erbaute Kirche Madonna del la Salute hat in ihrem Inneren größtenteils sichtbares Mauerwerk.

Auf einem mühsamen Treppenabstieg kam man in den Ort Manarola am Meer. Notgedrungen haben die Bewohner jeden Meter genutzt und ihre Häuser verschachtelt über und nebeneinander gesetzt.

Über verwinkelte, dunkle Treppengassen gelangte man zum Hafen. Von dort bewunderte man die dicht gedrängt stehenden und bunten Häuser, ein Bild mit besonderer Harmonie. Der Zug brachte die Wanderer zurück nach Levanto.

Dienstags fuhr die Wandergruppe mit dem Bus zuerst auf der Autobahn und dann auf der hoch gelegenen Panoramastraße über Camogli zum Dorf San Rocco.

Von dort begann die Wanderung über das Vorgebirge Promontorio unterhalb des Monte Portofino. Durch alte Kastanien-, Pinien- und Steineichenwälder wanderte man 200 Höhenmeter hinauf und dann einen Hangweg entlang, der eine herrliche Aussicht auf das Meer hinab bot.

In einer schmalen Bucht erblickte man das einsam gelegene Kloster Fruttuoso, welches nur über das Meer oder über einen Fußpfad erreichbar ist. Das gesamte Vorgebirge war vor Millionen Jahren von Gletschern bedeckt, welche, wie im Nagelfluhgebiet des Allgäus, das Geröll zusammenpresste.

Mächtige Gesteinsblöcke waren bei der Wegkreuzung Pietre Strette zu sehen. Von hier begann der 400 Höhenmeter Abstieg nach Portofino.

Auf dem ersten Stück wanderte man noch ziemlich bequem auf einem Wasserleitungsweg, dann folgte ein steiler mit großen Steinen belegter Weg und zuletzt bestand der schmale Wanderweg aus hohen Stufen, die besonders viel Anstrengung kosteten.

Der Treppenweg führte direkt in den Hafen. Um den Naturhafen reihten sich pastellfarbene gepflegte hohe Häuser. Viele prächtige Villen liegen an den Hängen der Hafenbucht. Portofino war und ist auch heute noch ein Ort für Reiche und Superreiche, exklusiv und teuer.

Der Schönheit wegen kommen viele Tagestouristen hierher und unternehmen den Spaziergang zur Kirche S. Giorgio. Von dieser Stelle hat man einen besonders schönen Blick hinüber zum Castello und hinab zur malischen Bucht mit ihren Häusern.

Mit dem Schiff fuhren die Wanderer zum Nachbarort Santa Margherita Ligure. Dort wartete der Bus, der uns nach Levanto zurückfuhr.

Am Mittwochmorgen fuhr man mit dem Zug nach Riomaggiore. Auch dort waren die typischen eng aneinander gebauten mehrstöckigen Häuser mit bunten Fassaden zu sehen.

Von Riomaggiore wanderte man auf dem in Fels geschlagenen Fußgängerweg ’Via dell’ Amore’ entlang der Küste.

Nur eine halbe Stunde benötigte man auf dem populärsten Spazierweg Italiens von Riomaggiore nach Manarola. Dort bestieg man den Zug und fuhr nach Monterosso.

Auf dem alten Pilgerweg steigen die Wanderer hinauf zur Wallfahrtskirche Madonna di Soviore. Vom Kirchenvorplatz auf 410 m hatte man einen herrlichen Blick auf Wanderziele der Vortage.

Am Meereshorizont konnten sogar die mit Schnee bedeckten Seealpen ausgemacht werden. Ein stetig absteigender Weg durch die Macchia und Weinberge führte hinab zum Ort Vernazza. Das Dorf liegt in einem engen zum Meer hinabführenden Tal.

Im Hafen steht die 1318 erbaute Pfarrkirche S. Margherita. Einige Wanderer bestiegen die auf einem Felssporn stehende Burganlage mit Turm. Mit dem Zug fuhr die Wandergruppe zurück nach Levanto.

Am Donnerstag besuchte man die toskanischen Städte Lucca und Pisa. Örtliche Reiseführer informierten uns über Geschichte und Bauwerke der berühmten Städte. Leider regenete es am Freitagmorgen. So musste die vorgesehene Wanderung von Riomaggiore nach Portovenere ausfallen.

Doch am Nachmittag konnte der Nachbarort Bonassola besucht werden. Der Wanderweg führte über eine Anhöhe ins Zentrum und zum schön gelegenen Strand. Auf der ehemaligen Bahntrasse ging man durch Tunnels nach Levanto zurück.


Schwäbischer Albverein - Foto: Günter Funsch
Schwäbischer Albverein - Foto: Günter Funsch
Manarola - Foto: Günter Funsch
Portofino - Foto: Günter Funsch
Vanazza - Foto: Günter Funsch

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