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Emilia Romagna - Zwischen Römerzeit und Renaissance - 9 Tage

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Buchungscode:
2020-I-EMI-GO
Termin:
11.04.2020 - 19.04.2020
Preis:
ab 1330 € pro Person

Kaum eine europäische Region bietet eine solch kulturelle Dichte wie die östliche Emilia Romagna. Auf unserer Zeitreise in zwei Jahrtausende europäischer Kultur liegt ein besonderer Fokus auf den Monumenten der frühchristlichen Zeit, wie sie sich in Ravenna in weltweit einzigartiger Weise verdichten. In Bologna und Ferrara begegnen uns zwei vom Spätmittelalter und der Renaissance geprägte Stadtbilder, die mit ihren Kirchen und Profanbauten beredtes Zeugnis von der früheren Bedeutung ablegen. Eine der eindrucksvollsten Klosterkirchen des Mittelalters erwartet uns in der Abtei von Pomposa. Die einzigartige Naturlandschaft des südlichen Po-Deltas erleben wir im Rahmen einer ausgiebigen Bootsfahrt.

Besonderheiten & Höhepunkte

  • frühchristliche Architektur und Mosaikkunst in Ravenna

  • UNESCO-Welterbe-Stadt Ferrara

  • ausgiebige Bootsfahrt durch das Po-Delta

 

1. Tag Anreise

Anreise über Echterdingen, Ulm, Innsbruck, Bozen und Verona nach Ravenna. Zimmerbezug im 4-Sterne-Hotel Bisanzio. Gemeinsames Abendessen im Restaurant.

2. Tag Ravenna (1)

Der Stadtrundgang in Ravenna führt Sie zu einzigartigen Zeugnissen frühhristlicher Architektur und Mosaikkunst. Im Chor der 547 geweihten Kirche San Vitale hat sich ein vollständiger Mosaikzyklus erhalten, der u. a. die Stifter, das Kaiserpaar Justinian und Theodora, darstellt. Ein weiteres unvergessliches Mosaik erwartet Sie im Gewölbe des nur wenige Meter entfernt gelegenen Mausoleums, der Galla Placidia, das noch zu Lebzeiten als Grablege einer der schillerndsten Herrschergestalten der Spätantike erbaut worden war. In dem von den Ostgoten erbauten Baptisterium der Arianer hat sich das Kuppelmosaik mit einer Darstellung der Taufe Christi erhalten.

 3. Tag Rimini und Classe

Auf der Küstenstraße gelangen Sie nach Rimini, dessen rund zwei Jahrtausende umfassende Geschichte Ihnen in der Altstadt u. a. mit dem Castello Sigismondo begegnet. Der ebenfalls von Sigismondo Malatesta in Auftrag gegebene Tempio Malatestiano ist ein einzigartiges Gesamtkunstwerk der Frührenaissance. Deren bedeutendster Architekturtheoretiker, Leon Battista Alberti, gestaltete 1447 - 60 eine im 13. Jahrhundert erbaute Franziskanerkirche zu einer Grabkapelle des Herrscherpaares um. Nach der Mittagspause und einem gemütlichen Bummel am Meer fahren Sie am Nachmittag zurück nach Ravenna. Dort erwartet Sie ein besonderer Höhepunkt der Reise, die 549 geweihte Basilika Sant’Apollinare in Classe. Zum unvergesslichen Raumeindruck tragen auch die in den Seitenschiffen aufgestellten Bischofssarkophage und das gewaltige Apsisfresko bei.

4. Tag Po-Delta und Pomposa

Entlang der Lagune von Comacchio gelangen Sie nach Gorino. Dort beginnt eine vierstündige, kulinarisch begleitete Bootsfahrt durch das verzweigte Po-Delta. In Pomposa statten Sie der Benediktinerabtei einen ausgiebigen Besuch ab. Ihre 751 bis 874 errichtete Kirche folgt als dreischiffige Basilika ohne Querhaus ravennatischen Vorbildern. Von besonderem Reiz sind im Licht des Nachmittags die romanische Vorhalle und der gleichzeitig mit ihr errichtete Campanile. Im Inneren verdienen vor allem die Bodenmosaiken und die gotischen Wandmalereien besonderes Augenmerk.

5. Tag Ferrara

Das autofreie Ferrara verdankt sein von der Renaissance bestimmtes Erscheinungsbild der Familiendynastie der Este. Faszinierendes Relikt dieser höfischen Kulturblüte ist das von einem breiten Wassergraben umgebene Castello Estense. Das von vier mächtigen Ecktürmen eingefasste Backsteingebäude war ab 1385 errichtet worden. Während der rund 200 Jahre umfassenden Bauzeit vollzog sich der Wandel von der wehrhaften Burg zur repräsentativen Herzogsresidenz. Die Innenräume wurden im 16. Jahrhundert mit manieristischen Fresken versehen. Unser Rundgang durch die in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommene Innenstadt führt Sie u. a. zum Dom San Giorgio, der den Übergang von romanischen zu gotischen Formen zeigt. Zurückgekehrt nach Ravenna erwartet Sie außerhalb des Zentrums ein einzigartiges Monument: das Mausoleum des Theoderich. Dieses wurde noch zu Lebzeiten des Ostgotenkönigs er richtet. Seine fugenlos versetzten riesigen Quader und sein monolithischer, 230 t (!) schwerer „Deckel“ beeindrucken gleichermaßen.

6. Tag Ravenna (2)

In Ravenna begeben Sie sich erneut auf die Spuren des frühen Christentums. Beeindruckende Mosaiken erwarten Sie in der Basilika Sant’Apollinare Nuovo, im Baptisterium der Orthodoxen und in der Kapelle des Erzbischöflichen Palasts. Unter den Exponaten des Erzbischöflichen Museums ragt der Elfenbeinthron des Bischofs Maximian heraus. Vom frühchristlichen Vorgänger des heutigen barocken Doms hat sich noch die Kanzel erhalten. Am Nachmittag besuchen Sie u. a. das Mausoleum Dante Alighieris, der 1321 in seinem ravennatischen Exil verstorben war.

7. Tag Cesena, Forli und Faenza

In Cesena zeigt der 1385 begonnene Dom eine eigenwillige Mischung aus einer nordalpin gepärgten Gotik und Formen venezianischer Renaissance. Zu den bedeutendsten Bibliotheksbauten der Renaissance gehört die Biblioteca Malatestiana mit ihrem eindrucksvollen dreischiffigen Lesesaal. In Forlí reihen sich die bedeutenden Bauten entlang der in römischer Zeit angelegten Via Aemilia. Unser Interesse gilt vor allem der romanischen Klosterkirche San Mercuriale. Beim Namen Faenza denkt man sofort an Keramik. Seit dem 14. Jahrhundert wurden unter maurischem Einfluss hochwertige Tongefäße farbig bemalt und mit einer Zinnglasur überzogen. Solche „Fayencen“ fehlten auf keiner reichen Tafel Europas. Führung durch das internationale Keramikmuseum. Noch heute prägt die Keramikproduktion das Stadtbild: An jeder Ecke gibt es kleine Töpferwerkstätten. Selbst die Hausnummern und Straßenschilder sind aus Keramik.

8. Tag Bologna

Mit seinen mittelalterlichen Bauten, historischen Kirchen und der ältesten Hochschule Europas blickt Bologna auf eine lange Tradition zurück. Davon kündet noch heute ein geschlossenes, von den Rot- und Ockertönen der Häuser geprägtes Stadtbild. Die ganztägige Stadtbesichtigung führt Sie u. a. zur zentralen Piazza Maggiore, die durch den Palazzo Comunale und den Palazzo del Podèsta dominiert wird. Die 1390 begonnene Basilika San Petronio gehört nicht nur wegen ihrer Größe zu den eindrucksvollsten Bauten der italienischen Gotik. Unter den zahlreichen bedeutenden Sakralbauten der Stadt ragen insbesondere der Vierkirchenkomplex (!) von Santo Stefano und die Bettelordenskirche San Domenico heraus. Auf der Piazza del Nettuno sehen Sie mit Giambolognas Neptunbrunnen eine der schönsten Brunnen- anlagen des 16. Jahrhunderts. Einzigartig sind auch die beiden erhaltenen Geschlechtertürme und die sich fast 40 km durch die Altstadt ziehenden Arkadengänge. Am Abend erwartet Sie in Ravenna ein gemeinsames Abschieds-Abendessen.

9. Tag Heimreise

 

Im Reisepreis enthaltene Leistungen:

  • Taxi-Service

  • Fahrt im komfortablen Fernreisebus mit mind. 4-Sterne-Ausstattung

  • 8 x Übernachtung/Frühstücksbuffet im 4-Sterne-Hotel

  • 2 x Abendessen im Restaurant

  • Bootsfahrt durch das Po-Delta

  • Besichtigungen und Eintritte lt. Programm

  • Audio-Führungssystem

Ihre Reiseleitung: Markus Golser M.A.

Min. 15, max. 28 Personen

Unterkunft laut Beschreibung

  • Doppelzimmer zur Alleinbenutzung
    1575 €
  • Doppelzimmer pro Person
    1355 €
  • Einzelzimmer
    ausgebucht
    1535 €

Abfahrtsorte

  • z.B. Sparzustieg Echterdingen - Echterdingen S-Bahn-Station
    -25 €

Das 4-Sterne Hotel Bisanzio befindet sich im historischen Geschäftszentrum, in der Nähe der elegantesten Geschäfte und einer Vielzahl guter Restaurants und Trattorien, in einer verkehrsberuhigten Zone. www.bisanziohotel.com/de

Mindestteilnehmerzahl/Gruppengröße
Soweit nicht anders angegeben, gilt für unsere Reisen eine Mindestteilnehmerzahl von 15 Personen.
Bei Erlebnis- und Urlaubsreisen sowie Tagesfahrten kann die Maximalteilnehmerzahl bei bis zu 48 Personen liegen.
Bei Studien-, Fern- und Wanderreisen ist unsere Gruppengröße jedoch auf 28 Personen begrenzt.
Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, haben wir das Recht, die Reise bis 21 Tage vor Reisebeginn abzusagen.

Allgemeine Pass- und Visumerfordnernisse:
Soweit in der jeweiligen Reisebeschreibung nicht anders angegeben ist für deutsche Staatsbürger der Ausweis bzw. Reisepass ausreichend.

Mobilität:
Die angebotenen Reisen sind im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität dann nicht geeignet, sofern ein Ein- und Aussteigen in bzw. aus dem Bus nicht ohne fremde Hilfe möglich ist.

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