Einerseits galt Galicien jahrhundertelang durch seine Randlage im Nordwesten der iberischen Halbinsel als rückständig und provinziell. Andererseits hat der Kulturaustausch entlang der Pilgerrouten nach Santiago Teilen der Region bereits im Mittelalter eine ausgesprochen europäische Dimension verliehen.
Abseits der gängigen Reiserouten verbinden sich in dieser Reise herausragende Zeugnisse einstiger Lebens- und Glaubenswelten aus mehr als zwei Jahrtausenden mit beeindruckenden Landschaftserfahrungen, die manches klassische Spanienklischee revidieren werden. Höchst abwechslungsreiche Küstenabschnitte, stille Flusstäler und vorwiegend aus Granitstein erbaute altehrwürdige Städte geben Galicien ein ganz eigenes Gepräge. Besichtigungen in den vier Provinzhauptstädten, sowie Besuche bei eher verborgenen Kleinodien vervollständigen die Eindrücke.
Besonderheiten und Höhepunkte:
1. Tag Anreise nach Galicien
Flug von Stuttgart nach Porto. Fahrt durch die grüne Landschaft Nordportugals zum Parador von Bayona, der inmitten einer Festungsanlage auf einer von den Wellen des Atlantiks umspülten Halbinsel liegt. Ein Spaziergang führt entlang der mit Zinnen bekrönten Mauer.
2. Tag Cíes-Inseln - Pontevedra
Mit der Fähre geht es zu den Cíes-Eilanden, die wegen ihrer hohen Biodiversität seit 2002 zum einzigen Nationalpark der Region gehören. Der Strand von Rodas gehört mit seinem feinkörnigen weißen Sand zu den weltweit schönsten seiner Art und evoziert eher die Karibik als Nordspanien. Ein Erkundungsspaziergang führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Zurück auf dem Festland Fahrt nach Pontevedra, wo ein Gang durch die Altstadt zur Peregrina-Kirche sowie zur Basilika Santa María im gotisch-manuelinisch-plateresken Stil führt.
3. Tag An den Gestaden des Miño
Heute geht es gen Süden, wo der von den Galiciern liebevoll Vater Miño genannte Fluss die Landschaft bestimmt. An seiner Mündung in den Atlantik erhebt sich auf einer Anhöhe die von den Angehörigen der keltischen Castro-Kultur errichtete Rundbauten-Siedlung von Santa Tecla mit zahlreichen Petroglyphen. Unweit von hier wird in der Unterregion von O Rosal der frische Albariño-Weißwein angebaut, der beim Besuch eines Weingutes besonders den Freunden des Riesling munden wird. Nach der Besichtigung der Festungskathedrale im Grenzort Tuy Fahrt zum Etappenziel nach Leiro, wo der Tag im Hotel seinen geruhsamen Abschluss findet.
4. Tag Ourense
Im nahegelegenen Ribadavia legt das einstige Judenviertel Zeugnis ab von der Bedeutung der mittelalterlichen Gemeinschaft der sephardischen Juden. Im ausladenden Klosterkomplex von Celanova hat sich eine kleine mozarabische Kapelle aus dem 10. Jahrhundert erhalten und Ourense schließlich beeindruckt durch seine frei zugänglichen Thermalquellen, die frühgotische Kathedrale mit dem außergewöhnlich farbigen Paradies-Portal sowie die Milleniumsbrücke von 2001. Der heutige Übernachtungsort ist das spektakulär gelegene ehemalige Kloster von Santo Estevo.
5. Tag Lugo
Der Tag beginnt mit einer Bootsfahrt durch die Schlucht des Flusses Sil, wo schon die Römer an den steilen Ufern Wein angebaut haben. In Monforte de Lemos, Sitz eines mächtigen Adelsgeschlechts, lohnt der Besuch der Kunststiftung „Nuestra Señora de la Antigua“ mit einer sehenswerten Pinakothek sowie dem manieristischen Altaraufsatz. Nächstes Ziel ist die Stadt Lugo. Dort Spaziergang auf der römischen Mauer zur romanischen Kathedrale. Nach einem Halt bei der spätrömischen Kultstätte von Santa Eulalia de Bóveda, wo sich der älteste Hufeisenbogen des Abendlandes befindet, endet die heutige Tagesetappe in der Hafenstadt A Coruña.
6. Tag A Coruña
A Coruña ist als größte Stadt Nordgaliciens wirtschaftlicher und kultureller Motor der Region. Bereits in der Antike war die Stadt von Bedeutung, wie der einzige erhaltene Leuchtturm aus der Römerzeit bezeugt, der zugleich das älteste aktive Schifffahrtzeichen der Welt ist. Erkundung der „Ciudad de Cristal“ (Stadt aus Glas) mit ihrer bezaubernden Altstadt und Besuch im Museum der schönen Künste, wo die Kaltnadelradierungen von Francisco de Goya hervorzuheben sind. Fahrt nach Santiago de Compostela.
7. Tag Santiago de Compostela
Seit über tausend Jahren ist Santiago mit dem Grab des Apostel Jakobus das Sehnsuchtsziel zahlloser Pilger. Die Architektur der romanischen Kathedrale hatte enormen Einfluss auf die spanische Kirchenbaukunst und seit 2018 erstrahlt auch das restaurierte Glorienportal des genialen Meisters Mateo wieder in seiner originalen Polychromie. Lohnend ist ebenfalls der Besuch im Kirchenmuseum sowie ein Spaziergang durch die historische Altstadt zu den Markthallen. Kulinarisches Abschlussabendessen in einem Restaurant mit galicischen Spezialitäten.
8. Tag Heimreise
Nach dem Frühstück treten Sie die Heimreise an. Fahrt zum Flughafen von Porto und Rückflug nach Stuttgart. Von dort Heimreise zu den Ausgangsorten.
Mindestteilnehmerzahl: min. 15 Personen
Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, kann der Veranstalter bis 21 Tage vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten. Stornostaffel B
Reiseveranstalter ist Heideker Reisen.
Im Reisepreis enthaltene Leistungen
Ihre Reiseleitung: Matthias Franze M.A., Kunsthistoriker
| Vorgesehene Hotels | Nächte |
| 4* Parador de Bayona in Bayona | 2 |
| 4* Hotel Carris Cardenal Quevedo in Qurense | 1 |
| 4* Parador de Santo Estevo de Ribas de Sil in Santo Estevo de Ribas de Sil | 1 |
| 4* Hotel Riazor in A Coruña | 1 |
| 4* Hotel Virxe da Cerca in Santiago de Compostela | 2 |
Mindestteilnehmerzahl/Gruppengröße:
Soweit nicht anders angegeben, gilt für unsere Reisen eine Mindestteilnehmerzahl von 15 Personen. Wird diese nicht erreicht, haben wir das Recht, die Reise bis 21 Tage vor Reisebeginn abzusagen. Im Falle einer Absage bieten
wir Ihnen alternative Termine oder Reisen an. Sollten Sie keine Alternativreise finden, werden wir Ihnen unverzüglich den bereits geleisteten Betrag zurückerstatten.
Bei Studien-, Fern- und Wanderreisen ist die Gruppengröße auf max. 28 Personen begrenzt.
Bei unseren Erlebnisreisen und Urlaubsreisen behalten wir uns in Ausnahmefällen eine höhere Teilnehmerzahl vor, sofern dadurch der Reiseablauf nicht beeinträchtigt wird.
Allgemeine Pass- und Visumerfordernisse:
Für unsere Reisen ist für deutsche Staatsbürger der Ausweis bzw. Reisepass ausreichend. Sofern gesonderte Bestimmungen gelten, ist dies bei der jeweiligen Reise ausgeschrieben. Für Angehörige anderer Staaten geben die zuständige Botschaft/Konsulat Auskunft. Für den Fall, dass Sie Ihre Papiere verlieren oder diese Ihnen gestohlen werden, empfehlen wir Ihnen, eine Kopie davon im Koffer aufzubewahren.
Mobilität:
Die Teilnahme an unseren Kultur-, Erlebnis- und Wanderreisen setzt eine gewisse körperliche Mobilität voraus. Beachten Sie hierzu unbedingt unsere „Wichtigen Hinweise" unter dem Reiter „Gut zu wissen".