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NEU Romanik in der östlichen Lombardei - Kulturreise - 8 Tage

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Buchungscode:
2022-I-LOM-UL
Termin:
28.06.2022 - 05.07.2022
Preis:
ab 1469 € pro Person

Die romanische Architektur und damit die abendländische im Allgemeinen hat wohl besonders in der Lombardei eine entscheidende Entwicklung erlebt, auch wenn diese Bedeutung in letzter Zeit etwas relativiert wurde; wahrscheinlich waren Burgund und Normandie sowie das Rheinland von zumindest gleicher Bedeutung. Doch lässt sich das nicht sicher entscheiden, weil der Baubestand zu lückenhaft überliefert ist und damit die Frage, welche Form wo zuerst auftrat, unklar bleibt. In jedem Fall hat der Wohlstand des rasch aufblühenden Städtewesens im Norden Italiens eine Möglichkeit für große Bauprojekte in großer Zahl geboten und von diesen Bauten ist relativ viel erhalten geblieben.

Der heutige Begriff der Lombardei als einer politischen Region passt nicht zu den hochmittelalterlichen Verhältnissen; im lombardischen Bund standen die meisten Städte Norditaliens gegen den Kaiser und die Formen der lombardischen Romanik finden sich entsprechend im Piemont, in der Emilia Romagna und im Veneto genauso wie im alten Herzogtum Mailand, auf das sich der Lombardeibegriff in der Neuzeit reduziert hat. Verona war ein kulturelles Zentrum im Osten, und die romanischen Kirchen der Stadt sind ganz bedeutende Beispiele für die lombardische Romanik, auch wenn hier über Venedig vermittelte, byzantinische Einflüsse zu gewissen Sonderformen führen konnten.

In Parma und Modena stehen besonders prächtige Kathedralen, bei denen die rasche Entwicklung der Skulptur besonders eindrucksvoll ablesbar ist, was sich dann auch auf Verona auswirkte. In Mantua machen wir eine Romanikpause und besuchen die Höhepunkte der Kunst aus Renaissance und Manierismus, wofür es aber auch schon in Verona erste Beispiele gibt.

Besonderheiten und Höhepunkte:
  • Skulpturen von Antelami in Parma
  • Vielfalt der Romanik in Verona
  • Lotusblüte in Mantua

1. Tag Anreise 
Anreise nach Verona. 

2. Tag Verona 1. Teil
Der Dom von Verona besitzt keinen romanischen Kirchenraum mehr, dafür aber noch eine erstklassige Portalskulptur; die Abteikirche von San Fermo wurde zwar zu einer gotischen Saalkirche umgewandelt, deren Holzdecke zu den großartigsten Beispielen gehört, doch ist die weite Krypta der Romanik erhalten, eine echte Unterkirche. Aus der Spätantike stammen noch die Wände von Santo Stefano, die Krypta ist frühromanisch und auch Turm und Apsis sind in rein romanischen Formen erhalten. San Giovanni in Valle diente Bischof und Kapitel als Sitz außerhalb der Stadt, ein gut erhaltenes Beispiel der hohen Romanik. Auf dieser östlichen Seite der Etsch besuchen wir auch den Garten des Palazzo Giusti, eine gut erhaltene Anlage der Renaissance, die den steilen Hang am Rand des Etschtales geschickt ausnutzt.

3. Tag  Verona 2. Teil
Die Abteikirche von San Zeno ist im Wesentlichen ein Bau der späten Romanik, vom Vorgängerbau stammen noch der Campanile, die Portalskulpturen, die berühmten Türen sowie wohl Teile der Krypta. Einen Höhepunkt aus der Renaissance bewundert man mit dem Hauptaltar von Mantegna. San Lorenzo ist ein schönes Beispiel für eine Emporenbasilika; damit steht sie vielleicht in einer byzantinischen Tradition, jedenfalls in der Nähe zu ähnlichen Bauten im Norden: Burgund, Normandie oder Alt-Sachsen. Unter San Benedetto in Monte gibt es eine wohl schon frühmittelalterliche Krypta, wenn wir rein dürfen, sehen wir hier ein wichtiges Beispiel für die Architektur um 800. Die Scaligerburg und ihre Brücke sowie der alte Palast der Stadtherren sind Beispiele mittelalterlicher Profanarchitektur. Die Stadtbesichtigung kann auf Wunsch mit einer Aufführung der Carmen in der Arena als schönes Spektakel abgeschlossen werden.

4. Tag Romanik auf dem Weg nach Mantua
Verona wurde von den Venezianern im frühen 16. Jahrhundert zur Festungsstadt ausgebaut; leitender Baumeister war der Manierist Sanmicheli, dessen Stadttore man bei der Ausfahrt bewundern kann. Außerhalb baute er die Wallfahrtskirche Madonna di Campagna, ein ganz bemerkenswertes Beispiel manieristischer Architektur. Auf dem Land haben sich romanische Kirchen meist besser erhalten, als in den reichen Städten, weshalb San Giorgio di Valpolicella und San Floriano di Valpolicella schöne Beispiele für die Veroneser Romanik sind. Sie stehen in malerischen Dörfern in einer Bilderbuchlandschaft, zudem einem der berühmtesten Weinbaugebiete Europas. Ein altes Weingut ist die Villa della Torre in Fumane, ein manieristischer Bau vor Palladio, vielleicht auch von Sanmicheli entworfen. Kurz vor Mantua besuchen wir noch Gazzo Veronese: Die kleine Klosterkirche San Pietro in Valle stammt wohl noch aus karolingischer Zeit während die Pfarrkirche S. Maria Maggiore ein Bau reinster Romanik ist.

5. Tag Mantua
Aus der Romanik ist in Mantua nur die wunderschöne Rundkirche San Lorenzo erhalten. Ansonsten erlebte die Stadt in der Renaissance als Hof der Gonzaga ihren künstlerischen Höhepunkt. Mit Sant'Andrea erbaute Alberti einen Kirchenraum, der im Grunde erst im Barock eine Nachfolge findet. Der Palazzo Ducale zeugt schon in seiner überwältigenden Dimension vom Reichtum der Zeit, kein deutscher Herrscher hätte sich damals ähnliches leisten können. Mit Mantegnas Fresken im ältesten Bauteil und Giulio Romanos Dekorationen in den gewaltigen Sälen und Galerien besitzt der Palast auch viele berühmte Werke der Kunstgeschichte; leider fehlt Veroneses Bilderzyklus, den mussten die bald verarmten Gonzagas nach Bayern verkaufen.

6. Tag Modena
In Modena steht ein gut erhaltener Dom mit den beliebten Emporen und einer vorzüglichen Skulptur der Romanik. Er ist dem berühmteren Bau in Parma recht ähnlich, aber weniger bekannt, auch weil die Skulpturen von Antelami einen ersten Höhepunkt der abendländischen Skulptur darstellen. Prächtig ist auch die weitläufige Hallenkrypta, die viele ältere Kapitelle des Vorgängerbaus aus dem 11. Jahrhundert bewahrt hat.

7. Tag Bootsfahrt in den Lotus
Dieser Tag beginnt mit einer Bootsfahrt in den Lotus: Nirgends in Europa gibt es sonst diese Pracht an wildem Lotus, der sich hier in den letzten 100 Jahren zu einem Quadratkilometer großen Teppich ausgedehnt hat. Der ideale Standort lässt ihn zu seiner vollen Pracht und Größe kommen, ganz anders, als man das in botanischen Gärten sehen kann. Blüten und Blätter stehen mehr als meterhoch aus dem Wasser, die Blüten sind groß wie Kinderköpfe und die Blätter wie Schirme. Das Boot kann mitten hineinfahren, es versinkt mit seinen Fahrgästen förmlich im Lotuswald. Da die Blüte erst Ende Juni einsetzt liegt der Reisetermin so spät, Lotus braucht Wärme... . Wer aber diese Pracht einmal erlebt hat, nimmt gerne ein paar vielleicht schon heiße Tage in Kauf. Der Palazzo del Te außerhalb der Innenstadt Mantuas gehört zu den berühmtesten Werken des Manierismus, sowohl wegen seiner Architektur wie seiner Ausmalung. Mit San Sebastiano, einem wohl als Hofkirche konzipierten Zentralbau, sehen wir nochmal ein Meisterwerk von Alberti. Obwohl er unvollendet blieb zeigt er wieder, wie weit der Baumeister seiner Zeit voraus war.

8. Tag Heimreise
Abreise und Rückfahrt.

  • Taxi-Service

  • Fahrt im 4-/5-Sterne Komfortreisebus

  • 3 x Übernachtung/Frühstück in Verona

  • 4 x Übernachtung/Frühstück nahe Mantua

  • 2 x Abendessen im Hotel

  • Bootsfahrt auf dem Mincio

  • Besichtigungen und Eintritte lt. Programm

  • Audio-Führungssystem

  • Energiezuschlag € 3,- pro Person/Tag

  • Ihre Reiseleitung: Dr. Christoph Ulmer, Kunsthistoriker

  • Stornostaffel A

 

Unterkunft laut Beschreibung

  • Doppelzimmer pro Person
    1494 €
  • Einzelzimmer
    1664 €

Abfahrtsorte

  • z.B. Sparzustieg Echterdingen - Echterdingen S-Bahn-Station
    -25 €

Vorgesehene Hotels
4-Sterne-ARK Hotel in Verona für 3 Nächte
4-Sterne-Hotel Cristallo in Cerese di Virgilio für 4 Nächte

Wichtige Informationen:
Einschränkungen im Reiseablauf aufgrund aktuell notwendiger Coronavirus-Sicherheitsmaßnahmen sind möglich.

Mindestteilnehmerzahl/Gruppengröße:
Soweit nicht anders angegeben, gilt für unsere Reisen eine Mindestteilnehmerzahl von 15 Personen. Wird diese nicht erreicht, haben wir das Recht, die Reise bis 21 Tage vor Reisebeginn abzusagen. Im Falle einer Absage bieten
wir Ihnen alternative Termine oder Reisen an. Sollten Sie keine Alternativreise finden, werden wir Ihnen unverzüglich den bereits geleisteten Betrag zurückerstatten.
Bei Studien-, Fern- und Wanderreisen ist die Gruppengröße auf max. 28 Personen begrenzt.
Bei unseren Erlebnisreisen und Urlaubsreisen behalten wir uns in Ausnahmefällen eine höhere Teilnehmerzahl vor, sofern dadurch der Reiseablauf nicht beeinträchtigt wird.

Allgemeine Pass- und Visumerfordernisse:
Für unsere Reisen ist für deutsche Staatsbürger der Ausweis bzw. Reisepass ausreichend. Sofern gesonderte Bestimmungen gelten, ist dies bei der jeweiligen Reise ausgeschrieben. Für Angehörige anderer Staaten geben die zuständige Botschaft/Konsulat Auskunft. Für den
Fall, dass Sie Ihre Papiere verlieren oder diese Ihnen gestohlen werden, empfehlen wir Ihnen, eine Kopie davon im Koffer aufzubewahren.

Mobilität:
Die angebotenen Reisen sind im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität dann nicht geeignet, sofern ein Ein- und Aussteigen in bzw. aus dem Bus nicht ohne fremde Hilfe möglich ist.

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